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Roller Vergleich Einspritzer- und Vergasermotoren


Direkteinspritzung im Vergleich zum klassischen Vergasermotor

 

Aus dem Autobereich kennt man das - Kein Vergaser-System mehr, sondern das Einspritzsystem. Im Vergleich zum Vergaser soll dieses System besser sein. Nur was heißt besser? Leistung? Verbrauch? Oder sonstige Vorteile? Der Aprilia Di-Tech besitzt einen Einspritz-Motor, als erster 50ccm Roller. Danach folgten die Purejet Modelle von Piaggio und TSDI von Peugeot.

Grundaufbau

Einspritzanlagen besitzen folgende Bauteile: Einspritzdüse, Kraftstoffpumpe, Luftmengenmesser, Steuergerät. Die Einspritzdüsen werden elektromechanisch betätigt. Die Dauer ihrer Öffnung dient zum Regeln der Benzinmenge. Die Kraftstoffpumpe erzeugt einen permanent am Ventil anliegenden Druck von ca. 3-5 Bar. Um Blasenbildung zu vermeiden, wird das Benzin ständig in einer Ringleitung bewegt, mit Zu- und Abfluss vom Tank.

Die Luftmenge muss erfasst werden, damit die benötigte Kraftstoffmenge bestimmt werden kann. Anhand von Messwerten wie Drosselklappenwinkel, Drehzahl sowie Luftdruck, Luft- und Motortemperatur, die in Sekundenbruchteilen gemessen werden, wird die Gemischeinstellung automatisch geregelt.

Bei 2Taktern ist die Direkt-Einspritzung von Vorteil. Hier wird das Gemisch mit der Einspritzdüse direkt in den Brennraum des Motors eingespritzt. Das dann unverbranntes Benzin durch den Auslass entweicht, ist hier nicht mehr möglich, weil erst eingespritzt wird, wenn alle Kanäle vom Kolben verschlossen sind. Beim Di-Tech läuft die "Prozedur" so ab, dass sich Benzin und Luft zunächst in einer Vorkammer mischen und ein zweites Magnetventil erst sorgt für die Strömung dieses Benzin-Luft-Konzentrats in den Brennraum.

 

Vergleich zum Vergaser (gleich)

Im Vergleich zum Vergaser kann man nicht sagen, dass die Einspritzung mehr Leistung bringt, das sieht man an verschiedenen Fahrzeugen. Zum Beispiel die Yamaha R1 (1000ccm, Vergaser) ist im Bereich Leistung ähnlich der Suzuki GSX-R (1000ccm, Einspritzung). Vergaser stellen ein ausgereiftes und zuverlässiges Prinzip der Gemischbildung dar. Der Grund, warum nach und nach alle 2Räder mit Einspritzung gebaut werden, liegt vor allem an den Abgas-Gesetzen, die immer "strenger" werden.

 

Katalysator (Vorteile Einspritzung)

Der Vorteil bei Einspritzungen liegt unter Anderem hier: Ein Katalysator braucht ständig optimale Gemischwerte (Lambda 1). Mit einem Vergaser ist das Dauerhaft nicht zu schaffen, da dort die Gemischwerte je nach Temperatur schwanken. Einspritz-Motoren besitzen eine elektrische Lambda Sonde, die diese Werte liefert. Auf diese Art lässt sich ein Motormanagement realisieren, das Einspritzung wie auch Zündung ansteuert und somit optimale Leistungs- bzw. Abgaswerte erreicht.

 

Verbrauch und Elektrik (Vorteile Einspritzung)

Einspritzmotoren verbrauchen weniger Benzin und haben eine geringere Rauchentwicklung, weil hier alles sauber verbrannt wird. Der Hauptvorteil der Einspritzung allerdings ist, das nahezu unbegrenzte Möglichkeiten ihrer Ansteuerung per Elektronik bestehen. Das hat Zukunft!